Jüdische Rechtsextremisten

„Rache ist ein fundamentales jüdisches Konzept, dass für den Juden Grundsatz, Vorschrift und Gebot ist. Rache wird dank der nichtjüdischen und verwirrenden Ära in der wir leben, zu einer verschmähten Sache. Wischt die biere Entehrung von G-es Namen weg, die durch die Weigerung der Araber symbolisiert wird, sich der jüdischen Souveränität zu beugen. Eine wahre jüdische Regierung ist eine, die die Notwendigkeit versteht die Entweihung zu eliminieren, indem das Böse entfernt und ausgelöscht wird.“

Startseite JDL

2. Titelblatt der Webseite der Jewish Defense League JDL Germany

So die Webseite der Jewish Defense League (JDL) Germany von 2015. Was ihrer Meinung nach  Israel beanspruchen kann, ist blau.

Möge niemand glauben, dies sei lediglich eine Spezialität einer übel beleumdeten Extremisten-Truppe. Dieses Denken findet sich bei allen Kahanisten und Nationalreligiösen, zunehmend auch bei fast schon als links Geltenden und teilweise sind ihre Vertreter im israelischen Parlament oder gar als Minister in der Regierung.

Begründer dieser Richtung des Zionismus, genannt der revisionistische Zionismus, war der ukrainische Jude Wladimir Zeev Jabotinsky (1880 – 1940). Im I. Weltkrieg gründete er die Jüdische Legion, später übernahm er die Führung der Terrororganisation Irgun. Sein Nachfolger dort wurde Menachem Begin, der trotz dieser Vergangenheit israelischer Ministerpräsident werden konnte.

Jabotinsky war stets militant ohne Scheu vor Terrorakten und trat auch stets für ein Großisrael beidseits des Jordan mit jüdischer Bevölkerungsmehrheit ein, was selbstverständlich nur um den Preis einer ethnischen Säuberung der Palästinenser zu haben war. Die weit überwiegende Mehrheit der damaligen Zionisten war gegen ihn, sperrte sogar seinen Leichnam vom Begräbnis in Israel aus. Nichts desto trotz war er der Begründer des heute in Israel dominierenden rechtsextremen Judentums, das bis in die 60er Jahre hinein in Palästina/Israel ganz und gar nicht beliebt war.

Der Begründer der Jewish Defense League wie auch der berüchtigten Kach-Bewegung

Meir Kahane

Rabbi Meir Kahane

war Rabbi Meir Kahane (1932-1990). Schon sein Vater war ein Verehrer von Jabotinsky und der Irgun. Kahane war selbstverständlich Anhänger von Groß-Israel, wobei er für eine jüdische Theokratie eintrat. Er stand ein für Rassentrennung und ethnische Säuberung. Uri Averny nannte ihn nicht zu Unrecht einen jüdischen Nazi. Und auch die ihn verehrende JDL wird man wohl als Nazi-Organisation nicht nur im heute gebräuchlichen Sinne bezeichnen können: auch die deutschen Nationalsozialisten vertraten die Ansicht, es sei ein heiliges Werk, das von ihnen als das böse Angesehene zu entfernen und auszulöschen. Damals betraf das natürlich nicht die Araber, sondern die Juden, Sinti und Roma. Aber sonst ist der Unterschied wirklich nicht groß.

Kach Fußballclub

Kahanistenfahne in israelischem Fußballstadion

Die offiziellen Kahanisten-Organisationen JDL, Kach-Partei und Kahane Chai (Kahane lebt) stehen nicht in bestem Ruf. In Israel sind sie illegal, was ihre Anhänger aber nicht sonderlich zu stören scheint. Kach und Kahane Chai sind in der EU und in den USA als Terrororganisationen eingestuft, insbesondere nach dem Massaker von Hebron an in der Moschee betenden Palästinensern durch Baruch Goldstein, der auch von der JDL immer noch als Held gefeiert wird. Die Mitglieder  ziehen es folglich vor, weitgehend anonym zu bleiben und sich konspirativ zu verhalten. Man erfährt also nur selten, wer tatsächlich dazu gehört. Um so eher erfährt man von ihrem Einfluss, vor allem dann, wenn man in Sachen des von ihnen verhassten Palästina unterwegs ist. Kahanisten kennzeichnet die für Rechtsradikale typische unflätige menschenverachtende Gossensprache. „Dreckiges Stück menschlicher Abfall“, „aggressiver Wilder“, „Drecksack“ sind Ausdrücke für ihre Gegner, die man problemlos sogar auf der offiziellen Webseite der JDL-UK finden kann. Nichts desto trotz finden sie ihre Sympathisanten, als eines der prominentesten Beispiele das ehemalige Mitglied des Bundesvorstandes der Piratenpartei Julia Schramm, die nun bei der von der ehemaligen Stasi-IM „Victoria“, Anetta Kahane, bei der von ihr geführten Amadeu-Antonio-Stiftung untergekommen ist.

Schramm JDL 1

Kahanisten sind rechtsradikal. Diese Richtung wird noch nicht einmal von ihnen selbst bezweifelt. Allerdings gibt es auch Leute, die sich einem sozialistischen Flügel der JDL zuordnen. Dessen Legitimität von den Hütern der reinen Lehre zwar entschieden verworfen wird, aber das heißt nicht viel. „Jude ist Jude“, heißt es bei der JDL UK und auch säkulare Juden befänden sich durchaus auch in Führungsfunktionen. Erfahrungsgemäß bewegen sich allerdings diejenigen, die sich unter rechtsradikalen Einfluss stellen, mit der Zeit ganz von selbst nach rechts.

Zum Abschluss kommentarlos ein bezeichnendes Zitat von der Webseite der JDL Germany:

Der Tag wird kommen, an dem alle Nichtjuden die Überlegenheit des auserwählten Volkes anerkennen werden.

Das jüdische Volk kann nie zerstört werden, sondern vielmehr werden sie und ihr G- der Geschichte in kommenden Tagen triumphierend über die Bösen und die Torheit aller anderen Nationen auftauchen. Zion wird und muss als der Berg auftauchen, zu dem sich alle Leute hindrehen werden, und der jüdische G-wird der Eine sein, vor dem sich alle Knie biegen!

Es gibt nur die erbarmungslose Entweder-oder-, Wir-oder-sie-Natur des Kampfes zwischen den Juden und ihren Feinden.

Israelnazis

Jüdische Rechtsradikale in Aktion

(24.06.2015)

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