Neues aus dem Zionisten-Manual: Israel verteidigen

Kurz und knackig eine präzise Zusammenfassung der auf zionistischer Seite aktuell besonders gern benutzen Argumente, wie sie nicht nur in den social media erscheinen, sondern auch in diversen Berichten, Kommentaren und Interviews in den internationalen Medien (english original version,  which is an excellent summary of the actual zionist arguments, at the end of this post).

Sie werden derzeit dermaßen konstant und oft angeführt, dass es angemessen ist, sie in einem ‚Manual‘ aufzulisten.

  1. Nenne die Personen Antisemiten, selbst wenn sie Juden sind.Break glass &% shout antisemitism
  2. Streite ab, dass Palästina existiert. (Wenn sie argumentieren: „Salvador, Guatemala, Kongo und Algerien seien vor ihrer Unabhängigkeit auch keine Staaten gewesen und dennoch würde niemand denken, es sei gerechtfertigt, ihre Häuser, Höfe und Unternehmen zu konfiszieren“ > gehe zurück zu Nr. 1.)
  3. Lenk die Schuld ab auf Hamas. (Wenn sie fragen, warum diese Fehde längst im Gange war, bevor Hamas sich gründete > gehe zurück zu Nr. 1)
  4. Behaupte, die Palästinenser hätten die Brutalität verdient, mit der Israel sie schlägt, weil sie für Hamas gestimmt hätten. (Wenn sie entgegnen, das sei die gleiche Entschuldigung, die Bin Laden dafür gebraucht habe, dass er das WTC in die Luft sprengen und amerikanische Zivilisten töten ließ > gehe zurück zu Nr. 1.)
  5. Fordere ein Rückkehrrecht für die Juden, weil sie dort vor Tausenden Jahren gelebt hätten. (Wenn sie entgegnen, die palästinensischen Flüchtlinge hätten ebenso ein Rückkehrrecht, weil die meisten von ihnen ethnisch gesäubert wurden und immer noch die Schlüssel zu ihren früheren Häusern haben > gehe zurück zu Nr. 1.)
  6. Erwähne, Sharon habe Gaza den Palästinensern gegeben, es stünde nicht länger unter Besatzung, dennoch würde Hamas Raketen auf Israel abfeuern. (Wenn sie anführen, dass Israel immer noch Gazas Luftraum, Gazas territoriale Gewässer und Gazas Grenzen kontrolliere > kehre zurück zu Nr. 1.)
  7. Gib die Schuld anderen Arabern, weil sie ihre palästinensischen arabischen Brüder nicht in ihrem Land willkommen hießen. (Wenn sie argumentieren, die Palästinenser hätten das Recht auf Selbstbestimmung und andere arabische Staaten seien nicht dazu da, die Schweinerei auf zu kehren, die Europa, die USA und Israel veranstaltet hätten > kehre zurück zu Nr. 1.)

Zionist manual

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2 Kommentare

  1. Mit diesem Artikel sind Sie genau so extrem wie die rechten Extremisten in Israel. Extremismus ist nie gut. Wahrscheinlich leben Sie nicht in Israel und sind auch kein Israeli. Sie wissen nicht, dass die israelische Gesellschaft anders ist. Die Israelis wollen in Frieden leben, auch mit den palästinensischen Arabern und sie sind bereit, dafür Opfer zu bringen. Aber sie wollen sich auch nicht vom islamischen Terror abschlachten lassen.

    Die israelischen Rechtsextremen sind ein sehr geringer Teil der israelischen Gesellschaft. Niemand mag sie. Die Linken sind politisch unbedarfter Mainstream, die vielen Linksextremen in Israel, sind bereit Israel aufzugeben, zugunsten eines islamischen, judenfreien Palästinenserstaates, die mögen wir auch nicht.

    • Das ist so nicht richtig.

      Es sind keine Extremisten (die sagen noch ganz andere Sachen), es sind Regierungsmitglieder, Parlamentarier, höhere Beamte, die dies immer wieder sagen, Liebermann, Bennett, Feiglin, Netanyahu gar, um nur wenige zu nennen.

      Es interessiert mich nicht, was die israelische Gesellschaft darüber denkt und empfindet. Mich interessiert einzig und allein, was geschieht.
      Und das, was geschieht, ist für jeden zivilisierten Menschen vollkommen inakzeptabel, wie Israel sehr wohl an den Reaktionen des Auslands erkennen kann. Und es sind Taten, bei denen jedes Volk der Welt nach Vergeltung schreien und alles tun würde, solche Feinde zu treffen, zu töten, wo immer sich eine Möglichkeit findet. Das war immer und überall so, man nennt das Befreiungskriege, und es ist ganz normal auch zwischen Israelis und Palästinensern so.
      Es war so in Afghanistan, es war so in Irak, es war so in Algerien, in Libyen, in Vietnam, bei den Hereros und auch in Indien war es keineswegs immer so friedlich, wie die Gandhi-Legende erzählt.
      Es wird niemals aufhören, wenn Israel an seiner Linie fest hält. Es wird dann eine Einstaatenlösung geben und mit ihr wird Israel sich selbst vernichten und Sie sollten davon ausgehen, dass niemand dann diesem Israel auch nur eine Träne nach weint. Es wird ausgehen wie mit Rom. Wer nicht fähig ist, sich in die Welt zu integrieren, der wird als Staat von dieser Welt zerstört werden.

      Es sind nicht Extremisten und es ist nicht Hamas. Es sind Leute wie jener einfache palästinensische Arbeiter, der seine Zuflucht lange schon in Europa gefunden hatte und mir schon vor langen Jahren äußerst glaubwürdig erklärte, wenn Israel seine Schwester, seinen Bruder, seine Neffen und Nichten getötet hätte, dann würde er sich auch einen Sprengstoffgürtel umschnallen und zusehen, so viele Israelis wie möglich mit sich in den Tod zu reißen. Das ist völlig normale menschliche Reaktion. Wer sie ignoriert, weiht sich selbst dem Untergang.

      Ich weiß nicht, wie die israelische Gesellschaft mehrheitlich denkt. Niemand weiß das. Aber für ihr Schicksal ist sie verantwortlich. Mitte März sind Wahlen. Dann wird es sich zeigen. Es dürfte ihre letzte Chance sein, die letzte Chance zu einer friedlichen Zweistaatenlösung – wenn eine Regierung gewählt wird, die überhaupt bereit dazu ist. Die jetzige ist es nicht.
      Bauen Sie nicht auf ein angebliches Existenzrecht Israels, das aus alten Zeiten her rührt. Das erkennt niemand an.
      Israels Existenzrecht ist an das Existenzrecht eines Staates Palästina gebunden, in den Grenzen von 1967, eingeschlossen Ostjerusalem mit Felsendom und el-Aqsa. Ohne dies wird die von der UNO seinerzeit beschlossene Teilung Palästinas ungültig und man wird eine andere Lösung suchen.
      Es wird nicht die sein, die Israel gerne hätte.
      Denn es gibt keine Sonderrechte für einen Staat, auch nicht für Israel.
      Hier hält auch die UNO sich an Kant: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
      Dass derjenige, der sich über einen UNO-Beschluss hinweg setzt, auch noch belohnt wird, kann niemals zur Maxime der UNO werden.

      Mag sein, dass Sie Ihre eigenen Lügen glauben. Es ist Unsinn, dass die Palästinenser oder die Araber die Juden vernichten wollen. Es geht nicht um Juden, es geht um Land und um sonst gar nichts.

      Täuschen Sie sich nicht. Es sind nicht nur die Linksextremen, die sich als Antizionisten verstehen. Es sind auch diejenigen, die in ihrem eigenen Land Wurzeln geschlagen haben, sich mit ihm identifizieren und untrennbare Teile ihres Staates und ihrer Gesellschaft geworden sind. Vorzugsweise in den USA und in GB, aber auch andernorts. Es sind die Juden, die vor dem 3. Reich die Mehrheit hatten und den Zionismus damals schon ablehnten und nicht daran denken, auszuwandern. Meist sind sie still und scheren sich einfach nicht um Israel. Manchmal aber reden sie auch.
      Und die haben Angst. Angst, dass Israels Verhalten den Palästinensern gegenüber dazu führt, dass der Krieg in ihre Heimaten getragen und sie selbst davon bedroht werden. Die Angst ist nicht unbegründet. Dass Einzeltäter oder kleine Zellen das Recht in ihre eigene Hand nehmen und zur Selbstjustiz schreiten, ist vielmehr sehr wahrscheinlich.
      Es ist nicht Israel, sondern die internationale Palästina-Solidarität, die schon lange alles tut, um diese Juden aus der Schusslinie zu halten.

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