Antideutsche – Karneval der Rechtsradikalen

Stephan Grigat, aus der ‚glücklichen‘ Verbindung Berlin-Wien  UNIQUE-50-Antifa-Antideutsche-Nazi-Transpi-gadschahervorgegangener Häuptling der Antideutschen, hat 2007 im „Café Critique“ einen aufschlussreichen Artikel mit dem Titel „Was heißt: antideutsch?“ veröffentlicht, an dem sich recht genau nachweisen lässt, wes Geistes Kind diese Leute sind.

Wie bei den rechtsradikalen Zionisten, ihrer legitimen Verwandtschaft, wird Antisemitismus, gemeint ist Judenfeindlichkeit, von Anfang an gleichgesetzt mit Antizionismus. Welch ein Unfug das ist, zeigt allein schon ein Zeitvergleich. Während nämlich die altehrwürdige Religion Judentum gut 3.000 Jahre alt ist, ist die politische Ideologie Zionismus eine Erfindung des ausgehenden 19. Jahrhunderts, also gerade mal gut 100 Jahre alt. Es ist also schon aus diesem Grunde ziemlich lächerlich, beide miteinander gleich zu setzen.

Interessant Grigats Auffassung von Kapitalismus, bei der sich wohl einem jeden seriösen Volkswirt die Haare sträuben dürften: „Es handelt sich dabei nicht um einen erblichen Nationalcharakter, sondern um eine polit-ökonomische Konstellation. Es geht nicht um eine bestimmte Mentalität, sondern um eine spezifische Form kapitalistischer Vergesellschaftung.“ Die denn auch die Shoah hervor gebracht habe. Wir erkennen hierin klar und deutlich die alte kommunistische Theorie des Faschismus, die ich hier bereits angesprochen habe.Daraus folgt natürlich zwingend, dass, wer immer als Antideutscher von Antifaschismus redet, damit den Sturz unseres gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Systems meint.

Diese „spezifische Form kapitalistischer Vergesellschaftung“ hält Grigat für universal (was bedeuten würde, ein Menschheitsphänomen, das aber meint er wohl nicht) und lokalisiert sie ausgerechnet gleichfalls im – Islam. Dem Kulturwissenschaftler wird nun etwas wirr im Kopf, sucht er doch nach entsprechenden Verbindungen zwischen Deutschland und Österreich und der islamischen Welt und findet keine. Auch keine ökonomischen, Denn die traditionelle Wirtschaftsform in diesem Raum, die immer noch wirkt, wird Rentenkapitalismus genannt, das ist etwas ganz anderes. Wie er von dort aus dazu kommt  „Vertreter der islamistischen Barbarei als deutsche Ideologen“ zu bezeichnen, muss sein Geheimnis bleiben. An diesem Beispiel zeigt sich also auch die berüchtigte Wirrnis antideutscher Schriften.

Immerhin zeigt sich eine Haupteigenschaft der Antideutschen, nämlich Islamophobie. Nicht die einzige Eigenschaft, die sie mit den westeuropäischen Rechtsradikalen teilen. Dass sie gegen dieses Urteil gerne Sturm laufen würden, darf uns nicht stören. Man halte sich einen frommen Evangelikalen aus den USA vor Augen, der nach dem Sonntagsgottesdienst ausprobiert, ob ihm die weiße Kapuze des Ku-Klux-Klan noch passt. Wird der etwa weniger rechtsradikal, weil er streng zu Israel hält in dem Glauben, würde der Weltkrieg um Jerusalem ausbrechen, käme es zum erfreulichen Armaggedon? Und waren etwa die braven Kolonialisten keine Rassisten, weil sie erklärten, sie hätten nichts gegen Negers, im Gegenteil, sie hätten sie so lieb, dass sie sie missionieren und ihnen ihre angeblich primitive Kultur austreiben wollten? Also: sagen kann man viel, wenn der Tag lang ist – Weltanschauungen manifestieren sich in anderem als paar sozialkonformen Sätzchen.

Nach altkolonialistischem Muster redet auch Grigat: „Rassistisch ist es, davon auszugehen, dass für die Menschen in diesen Gegenden klerikalfaschistische oder panarabische Diktaturen die angemessene Lebensweise darstellen und der Islam nun mal ihre Kultur sei“ Nun, der Islam ist seit 1.400 Jahren die Kultur dieser Region und wo die moderne abendländische Kultur geblieben wäre, ohne die Befruchtung durch die liberale islamische, ist nicht ausgemacht. Denn bis zu Thomas von Aquin, den das Studium des Aristoteles-Kommentators Ibn Rushd wesentlich beeinflusste, galt einzig Augustinus und wie dessen Denken die Gesellschaften prägte, zeigte Umberto Eco in „Der Name der Rose“. Grigat verkörpert hier also den klassischen reaktionären Europäer der Kolonialzeit, der Negers die Zivilisation bringen will – und jeden, der die nicht will, für böse, von Grund auf verdorben und somit lebensunwert hält.
Rassismus pur.

Es verwundert nicht, dass ihm schließlich ein Endziel des politischen Strebens ähnlich den Nazis vor Augen liegt, nur umgedreht. Denn während Hitler & Co. die Lösung aller Probleme der Welt in der Vernichtung des Judentums sahen, meint Grigat:  „Die antideutsche Kritik solidarisiert sich mit Israel aus der Erkenntnis, dass die Welt, so wie sie heute eingerichtet ist, den Antisemitismus immer aufs Neue hervorbringt.“ Heißt also, das Problem der Welt sei der Antisemitismus und ihn zu bekämpfen, auch um den Preis der Aufgabe einer freien Gesellschaft, solle das Ziel der Politik sein. Für diese Auffassung wird sich natürlich nicht nur der nah-/mittelöstliche Raum bedanken, sondern auch z.B. Indien und China. Was ein weiteres Element klassischen Rechtsradikalismus zeigt: provinziellen Nationalismus. Hier ganz besonders die deutsche Spielart, in der typisch deutscher Idealismus über politischen Pragmatismus gestellt wird, weswegen Deutsche auch traditionell als miese Außenpolitiker gelten.
Zu erwähnen bleibt, dass vor dem idealistischen Ziel, Antisemitismus bekämpfen, alle lebenspraktischen, auch wirtschaftlichen Interessen der Bürger verschwinden.

Fazit: die drei Elemente pseudosozialistische Systemveränderung (Revolution), gönnerhaft-missionarischer Rassismus und perverse idealistische Zielgebung, die sich mit etwas Spürsinn bei allen Antideutschen finden lassen (ihre Hinwendung zu den armen Flüchtlingen z.B. ist nämlich eindeutig von dieser Bermherzigkeit gekennzeichnet) weisen sie klar als Rechtsradikale aus. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie auch von den Methoden der Rechtsradikalen fleißig Gebrauch machen.

Update:
Zum Thema Antideutsche drei trotz eher exotischer Herkunft recht gut recherchierte und belegte Artikel der Roten Fahne von 2012 – über allerlei Spekulationen wird man hinweg lesen müssen und können:

Die Antideutschen als Teil neoliberaler Erfüllungsgehilfen  I-III

 

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15 Kommentare

  1. Oelich

    Wer so kühne „Kritik“ verfasst, der schreckt doch sicherlich auch nicht davor zurück, sich etwas mehr mit dem Begriff „deutsch“ auseinanderzusetzen, wie ihn „Antideutsche“ meinen:

    http://www.isf-freiburg.org/verlag/leseproben/gruber.lenhard-gegenaufklaerung_lp-einleitung.html

    • Doch. Ich bin lange kein Student mehr, der sich mit solchem Kram befasst.

      • Jacob

        Das ist dann natürlich mehr als reflektiert und fundiert. Applaus.

      • Oelich

        Du hast also eigentlich gar keine Lust, dich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen? Wieso verfasst du dann einen solchen Artikel? Bitte nicht falsch verstehen, das ist durchaus als ernstgemeinte Frage gemeint und nicht als Gepöbel. Was verleitet dich dazu, einen Blogeintrag zu verfassen, in welchem du Kritik an der Sache üben möchtest, ohne dich mit der Sache selbst ordentlich zu befassen? Und da du hier in den Kommentaren bereits von „rationalem Denken“ gesprochen hast: Wie geht rationales Denken damit zusammen? Das ist Ressentiment vom Feinsten, du bildest dir ein Urteil von etwas, was du nicht kennst und, das sagst du selber, nicht kennen lernen möchtest, bildest dir aber ein Urteil. VORurteil, Ressentiment eben.

      • Die Erklärung ist ganz einfach.
        Ich habe nicht nur Marx gelesen, sondern auch Aristoteles, Kant, Nietzsche, Wittgenstein, Descartes, Augustinus, Heidegger, um nur wenige zu nennen, und dazu noch paar olle Araber, von denen Du möglicherweise nie gehört hast. Wenn man so eine gewisse Übung hat, dann überfliegt man einen Text und achtet auf die Grundprinzipien, die Grundprämissen. Sind die sauber geklärt? Arbeitet der Autor schlüssig und stringent? Oder ist das ein Idealist, der nur inbrünstig seine Meinung verkündet und in Wolkenkuckucksheim aus Kraut und Rüben Eintopf kocht? Wenn letzteres der Fall ist, spar ich mir die Arbeit und verwerfe den Schrieb sofort.

  2. gast

    Da hat wohl jemand gar nichts verstanden und will die Schuld umbedingt den anderen geben.
    Weder die Beudeutung von „deutsch“ scheint bei dir angekommen zu sein, noch der Inhalt der Kritik am Islam und gerade am Islamismus – die du ja eh gleichsetzt.
    Das erschreckentste am ganzen Text ist aber der Satz „Heißt also, das Problem der Welt sei der Antisemitismus und ihn zu bekämpfen, auch um den Preis der Aufgabe einer freien Gesellschaft, solle das Ziel der Politik sein.“, der impliziert, dass eine antisemitische Welt frei ist und besser als eine nicht antisemitische. Dieser blanke Hohn gegenüber der Problematik von Antisemitismus führt dann auch dazu, dass selbst die Aussage, Antizionismus müsse nicht Antisemitisch sein, nicht zu letzt auf Grund der schwachsinnigen Argumentation wegen den Entstehungszeitpunkten, nicht mehr überrascht.
    Doch warum Antizionismus antisemitisch ist und „die Antideutschen“ das so sehen, ist hier wohl gar nicht so wichtig; es geht nur darum, dass man als Deutscher ja wohl noch die Juden (äh Siedler) hassen darf.

    • Die Schuld haben die Nazis – und diejenigen, die nicht Nein sagten. Es gab welche, die das taten, die eben sind das andere Deutschland, das es immer gab, aber es waren zu wenige. Hier muss man ansetzen und fragen: warum sagten die einen Nein und die anderen nicht, was unterschied sie.
      Das ist schmerzlicher, aber auch fruchtbarer, als die Schuld einem Wirtschaftssystem zuzuschreiben.
      Bitte Grigats verlinkten Artikel zu lesen: von Kultur des Islam hat er gesprochen.
      Zur Unsinnigkeit des Begriffs Antisemitismus: https://otlasblog.wordpress.com/2014/02/16/was-sind-eigentlich-semiten/
      Und von Hass zu reden ist nun typisch extremistisch. Und abendländisch. So redet kein vernünftiger, rationaler Mensch.
      Hass ist typisch christlich. Hierzu empfiehlt sich Nietzsche. Wieder in die Debatte gebracht haben diesen Begriff vor einigen Jahren Evangelikale vorwiegend von der South Baptist Church, die damals auf Missionstour waren. Die dahinter stehende ‚Logik‘ war, dass man den Menschen erst einmal zu Hass verhelfen müsse, um ihnen dann ihr evangelikales Christentum als Erlösung vom Hass anbieten zu können.
      Seither ist Hass insbesondere bei rechtsradikalen Gruppierungen wieder ein Thema.
      Rationale Menschen hassen nicht. Hass ist eine biologische Steuerung, wer’s bezweifelt, möge sich Hunde anschauen, die sich prügeln, von der Denker sich als erstes zu befreien haben.
      Ansonsten zeigt Dein Kommentar mal wieder die typische antideutsche Provinzialität: außer in ihren Gefilden ist Antisemitismus nämlich kein Thema bzw. nicht anders gewichtet, als jede andere Form der Diskriminierung. Die Welt hat andere Probleme.
      Und zu den schwerwiegendsten gehört aus objektiven Gründen der Palästina-Konflikt.
      Ursache dieses Konflikts ist eindeutig der Zionismus und der ist nun mal nur so alt, wie ich sagte.
      In diesem Konflikt geht es um Land und um nichts anderes.
      Von daher ist die ganze ideologische Diskussion uninteressant, weil am Thema vorbei.

      • Gast

        „Die Schuld haben die Nazis – und diejenigen, die nicht Nein sagten. Es gab welche, die das taten, die eben sind das andere Deutschland, das es immer gab, aber es waren zu wenige. Hier muss man ansetzen und fragen: warum sagten die einen Nein und die anderen nicht, was unterschied sie. Das ist schmerzlicher, aber auch fruchtbarer, als die Schuld einem Wirtschaftssystem zuzuschreiben.“
        Die Antideutschen wären wohl die letzten, die die Schuld nicht bei den Tätern sehen würden. Wie es zu dieser Situation kam ist aber nun einmal wesentlich komplexer und du reißt das Ganze vollkommen aus dem Kontext, weil du ihn wahrscheinlich gar nicht kennst, weil deine Auseinandersetzung an einem kleinen Textchen hängen geblieben ist.

        „Bitte Grigats verlinkten Artikel zu lesen: von Kultur des Islam hat er gesprochen.“
        Das habe ich, aber im Gegensatz zu dir habe ich den von dir gemeinten Satz auch verstanden und bin nicht schon an der Grammatik gescheitert.

        „Zur Unsinnigkeit des Begriffs Antisemitismus: https://otlasblog.wordpress.com/2014/02/16/was-sind-eigentlich-semiten/
        Schön, hauptsache du zitierst dich selbst statt irgend etwas wissenschaftliches. Dass du Antisemitismus umbedingt umdefinieren willst, weil du meinst, alles besser verstanden zu haben als die bösen Zionisten, ist irgendwie nicht verwunderlich.

        „Hass ist typisch christlich. Hierzu empfiehlt sich Nietzsche. Wieder in die Debatte gebracht haben diesen Begriff vor einigen Jahren Evangelikale vorwiegend von der South Baptist Church, die damals auf Missionstour waren. Die dahinter stehende ‘Logik’ war, dass man den Menschen erst einmal zu Hass verhelfen müsse, um ihnen dann ihr evangelikales Christentum als Erlösung vom Hass anbieten zu können.
        Seither ist Hass insbesondere bei rechtsradikalen Gruppierungen wieder ein Thema.
        Rationale Menschen hassen nicht. Hass ist eine biologische Steuerung, wer’s bezweifelt, möge sich Hunde anschauen, die sich prügeln, von der Denker sich als erstes zu befreien haben.“
        Willst du mir ernsthaft verkaufen, dass es gute, nicht hassende Menschen gibt, die komplett rational denken, und eben die, die es nicht tun?
        Gerade die Tatsache, dass das wohl dein Knackpunkt am Antisemitismus ist, ist einfach nur zynisch.

        „Ansonsten zeigt Dein Kommentar mal wieder die typische antideutsche Provinzialität: außer in ihren Gefilden ist Antisemitismus nämlich kein Thema bzw. nicht anders gewichtet, als jede andere Form der Diskriminierung.“
        Wirfst du Antideutschen vor, dass sie Antisemitismus für gefährlicher halten, als andere Arten der Diskriminierung? Dass impliziert, die Singularität der Shoah in Frage zu stellen, und zeigt einmal mehr, dass du unfähig bist, dich mit Antisemitismus auseinderzusetzen.

        „Ursache dieses Konflikts ist eindeutig der Zionismus und der ist nun mal nur so alt, wie ich sagte. In diesem Konflikt geht es um Land und um nichts anderes. Von daher ist die ganze ideologische Diskussion uninteressant, weil am Thema vorbei.“
        Einfach nur falsch. Es geht in dem Konflikt um wesentlich mehr als um Land; es geht auch um den arabischen Islamismus und Antisemitismus und vor allem um einen Schutzraum für die Juden. Unabhängig davon, wie du zum Konflikt stehst, kannst du die beiden Dinge nicht einfach außer acht lassen. Dass du es doch für nötig hältst, zeigt nur, dass du kein Plan vom Nahostkonflikt und erst Recht nicht von der antideutschen Position hast.

      • „Wie es zu dieser Situation kam ist aber nun einmal wesentlich komplexer und du reißt das Ganze vollkommen aus dem Kontext, weil du ihn wahrscheinlich gar nicht kennst“
        Ich halte mich an die damalige Lebenswirklichkeit und die kenne ich mit ziemlicher Sicherheit besser als Du: http://otlageschichten.wordpress.com/2014/02/20/geschichten-aus-dem-anderen-deutschland/

        „und bin nicht schon an der Grammatik gescheitert.“ Ich bitte doch, einem humanistisch und sprachphilosophisch Ausgebildeten nachzuweisen, wo er an der Grammatik gescheitert wäre.

        „Dass du Antisemitismus umbedingt umdefinieren willst“
        Ich definiere nichts um. Ich verweigere mich dem Blödsinn, den die Nazis sich zusammen rationalisiert haben. Bitte dabei zu bedenken, dass zu meinen Studienkollegen und Professoren Semitisten gehörten. Dies als Antwort auf die Frage nach Wissenschaftlichkeit.

        „Willst du mir ernsthaft verkaufen, dass es gute, nicht hassende Menschen gibt, die komplett rational denken, und eben die, die es nicht tun?“
        Ja. So nämlich ist es normal für kultivierte und vernünftig gebildete Menschen. Das hat nichts mit Gutmenschentum zu tun, sondern mit Erziehung. Zu der auch eine gewisse Selbstdisziplin gehört, eben, sich gewisse biologische Steuerungen, genannt Gefühle, als menschenunwürdig nicht zu gestatten.
        Und wenn es eine das III. Reich fördernde deutsche Spezialität gab, so war dies in meinen Augen der lutherische Protestantismus mit seinem Dogma, wonach nicht Taten (die ja aus einem gewissen idealerweise geformten Charakter kommen), sondern allein der Glaube selig mache.

        „Wirfst du Antideutschen vor, dass sie Antisemitismus für gefährlicher halten, als andere Arten der Diskriminierung?“ Das werfe ich ihnen nicht vor, das halte ich für Quatsch. Mensch ist Mensch, da ist kein Unterschied zu machen. Ob einer Juden ausrotten will, Indianer oder Hereros, das ist mir egal, es ist alles genau das gleiche Verbrechen.

        „die Singularität der Shoah in Frage zu stellen,“
        Die Singularität stelle ich durchaus in Frage, dazu gibt es übrigens einen Historikerstreit. Ist also keineswegs ungewöhnlich.

        Ich denke, zum Nahostkonflikt solltest Du besser nichts sagen. Was Du sagst, wird ohnehin niemanden irgend etwas scheren, schon gar nicht die Menschen aus der Region. Und zu denen habe ich mit Sicherheit längere, intensivere und mehr Kontakte als Du.
        Ich verstehe mit Sicherheit auch mehr von Islam und Islamismus als Du, also solltest Du Dich da besser nicht vorwagen.
        Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch mehr von Außenpolitik, theoretisch wie auch praktisch.
        Also sei nicht so frech.

  3. Petrus

    Ja lustig, haben Sie sich mal überlegt Marx zu lesen? Sie wissen scon der Herr auf den Grigat sich da bezieht?

    • *gähn* Den hab ich schon vor 40 Jahren gelesen.

      • Petrus

        Sie scheinen Ihn dann wohl einfach nicht verstanden zu haben…

      • Für mich ist das alles altbekanntes Mensagedröhne, das mal in dieser, mal in jener Zusammenstellung auftaucht, aber niemals irgend einen realen Wert hat.
        Zu meiner Zeit nannte man so was geistige Onanie.

  4. Oelich

    „und dazu noch paar olle Araber, von denen Du möglicherweise nie gehört hast.“ Ich gratuliere herzlichst zu noch mehr Ressentiment.
    Im Übrigen hab ich in meinem Leben deutlich mehr Dinge gelesen, die zu kritisieren es sich lohnte und nicht solche, die mich in meiner Meinung bestärkten. Darunter waren auch vielfach „olle Araber“, wie du sie nennst, aber auch so tolle Hamas-Versteher wie z.B. Helga Baumgarten. Trotzdem gehe ich nicht mit einem derart arroganten Duktus heran wie du es tust.
    Diesen erkennt man allein schon an der Unterstellung, Grigat würde die Dimitroff-These unterstützen, wo er doch etwas völlig anderes meint.

    „Sind die sauber geklärt? Arbeitet der Autor schlüssig und stringent? Oder ist das ein Idealist, der nur inbrünstig seine Meinung verkündet und in Wolkenkuckucksheim aus Kraut und Rüben Eintopf kocht?“ Und? Wie sieht es in dem von mir verlinkten Text en Detail aus?

    • Öhm – wenn Du eine Helga Baumgarten hier anführst, von der ich noch nicht gehört habe: mit den ollen Arabern meinte ich Leute, wie Averroes, Avicenna und Ibn Arabi.
      „eine spezifische Form kapitalistischer Vergesellschaftung“ ist die ehrwürdige kommunistische Faschismustheorie, also – unabhängig von diversen Variationen – die Dimitroff-These.
      Deswegen, weil sie Eigenschaften eines Wirtschaftssystems für ursächlich hält.
      Ich halte das für oberflächlichen Quatsch.
      Nationalsozialismus ist keineswegs aus spezifisch deutscher Form kapitalistischer Vergesellschaftung erwachsen, sondern er ist eine Anti-Bewegung gegen die Moderne, und zwar sowohl gegen die Wirtschaftsform, der das Ideal der feudalistischen patriarchalischen Versorgung entgegen gestellt wird, als auch gegen die individuelle Verantwortlichkeit und Rationalität in einer freien, offenen Gesellschaft.
      Und der von Dir verlinkte Text besteht aus meiner Sicht im Wesentlichen aus einer Aneinanderreihung alt bekannter Floskeln, mit denen wie mit Billardkugeln gespielt wird. Er ist ein Paradebeispiel für einen Unsinnstext. Unsinnig sind Theorien insbesondere dann, wenn sie Wörter und Formeln verwenden, denen keine Bedeutung gegeben wurde.
      Bitte mal beispielhaft diesen Satz daraufhin zu analysieren, was denn mit den Begriffen und Formeln gemeint ist: „Ideologiekritik darf dabei nicht der Gefahr erliegen, in gleichsam strukturalistischer Manier ein ewig gleiches Wesen zu unterstellen, sondern muss das Objekt der Kritik als sich durch Metamorphosen bewegendes, nur durch Verwandlung und Vermittlung durch die Individuen sich erhaltendes Unwesen begreifen“. Gleichsam – wem gleich? Wessen Wesen? Was ist mit Unwesen gemeint? Wie soll sich Verwandelndes als ein Etwas begreifbar sein? Denn entweder es steckt ein gleich bleibendes Wesen dahinter oder es ist nicht begreifbar. Usw. usf. Präsise, klare Ausdrucksweise ist etwas anderes. Dies ist lediglich ein Spiel mit Wörtern und Ausdrücken, das im Unsinn endet.

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